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Salzwasserperlen

vom tier

Perlen aus Meeresmuscheln, die um einen eingesetzten Kern wachsen — daher rund und schwer.

was es ist

Salzwasserperlen wachsen in Muscheln, die im Meer leben: Akoya-Perlen in Pinctada fucata vor Japan und China, Südseeperlen in Pinctada maxima, die dunklen Tahitiperlen in Pinctada margaritifera.1

Der entscheidende Unterschied zur Süßwasserperle steckt im Inneren. In eine Meeresmuschel wird ein runder Kern eingesetzt, meist geschliffen aus der Schale einer Fluss-Muschel, und das Tier legt Perlmutt darum. Die Perle wird dadurch rund, und sie ist schwer — der Kern ist dichter als reines Perlmutt.2

Süßwasserperlen entstehen dagegen meist ohne Kern und sind durch und durch Perlmutt. Sie sind deshalb leichter und selten ganz rund. Genau daran lassen sich beide auseinanderhalten, auch ohne Gerät.

woran man sie erkennt

Rundheit und Gewicht sind die ersten Hinweise: Eine auffallend kugelrunde, für ihre Größe schwere Perle hat mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Kern.

Der zweite Blick geht ins Bohrloch. Dort ist bei einer Kernperle manchmal die Grenze zwischen der dünnen Perlmuttschicht und dem Kern zu sehen. Bei feinen Bohrungen, wie sie an Salzwasserperlen üblich sind, hilft das allerdings nicht: Da ist mit bloßem Auge nichts zu erkennen.

Dann bleibt das Durchleuchten. Eine starke Lampe dicht an die Perle gehalten, im abgedunkelten Raum, und die Perle langsam gedreht: Bei einer Kernperle zeichnet sich der Kern als andersartige Kugel im Inneren ab, oft mit Wachstumsringen an seiner Grenze.3 Eine kernlose Perle leuchtet gleichmässig durch.

Sicher ist auch das nicht. Ein eindeutiger Befund braucht eine Röntgenaufnahme oder eine Mikro-Computertomografie, und selbst ein Röntgenbild allein kann in die Irre führen.3 Wer es genau wissen will, fragt ein gemmologisches Labor.

Die Perlmuttschicht über dem Kern ist bei Akoya-Perlen oft nur einen halben Millimeter dick. Das ist der Grund, warum sie mit den Jahren abnutzen kann, während eine Süßwasserperle an derselben Stelle noch Perlmutt hat.

die Farben

Natürlich sind Weiß, Creme und zarte Rosatöne, bei Südseeperlen auch Silber und Gold, bei Tahitiperlen Grau bis fast Schwarz mit grünen und violetten Übertönen.1

Anders als bei den Süßwasserperlen ist Dunkel hier also nicht automatisch ein Hinweis auf eine Behandlung: Eine Tahitiperle ist von Natur aus dunkel. Behandelt wird trotzdem — gebleicht, gefärbt oder bestrahlt —, und eine Angabe dazu fehlt im Handel oft.

in der Werkstatt

Für die Pflege gilt dasselbe wie bei jeder Perle: weich, säureempfindlich, empfindlich gegen Alkohol und Parfüm. Mohshärte zwischen 2,5 und 4,5.2

Bei Kernperlen kommt eines dazu: Wird die dünne Perlmuttschicht verletzt, liegt der Kern frei, und das lässt sich nicht mehr richten. Deshalb bohre ich sie nicht nach und schleife nichts an ihnen.

Stücke damit

Quellen

  1. Gemological Institute of America: Pearl Description. GIA Gem Encyclopedia. online
  2. Walter Schumann: Edelsteine und Schmucksteine. Alle Arten und Varietäten. BLV Buchverlag, München, 16. Auflage, 2014
  3. Gemological Institute of America: How GIA Analyzes Pearls from Start to Finish. GIA Research. online

lies auch

  • SüßwasserperlenPerlen aus Muscheln, die in Seen und Flüssen leben, gewachsen aus Perlmutt in Schichten.

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