was es ist
Smaragd ist die grüne Varietät des Berylls, Be3Al2Si6O18.1 Das Grün stammt von Spuren von Chrom oder Vanadium im Kristallgitter; ohne sie wäre derselbe Stein farblos.
Beryll und Chrom entstehen normalerweise in ganz verschiedenen Gesteinen. Dass sie zusammenkommen, ist der Grund, warum Smaragd selten ist.2
die Einschlüsse
Fast jeder Smaragd trägt Risse und Einschlüsse. Im Handel heißen sie Jardin, Garten — ein beschönigender Name für etwas, das die Fachwelt als Merkmal und nicht als Mangel führt.3
Sie machen den Stein bruchempfindlich, obwohl seine Mohshärte bei 7,5 bis 8 liegt. Härte und Zähigkeit sind eben zweierlei: Ein Smaragd ritzt Glas und springt trotzdem, wenn er fällt.
Weil die Risse bis an die Oberfläche reichen, werden Smaragde im Handel üblicherweise mit Oel oder Harz behandelt, um sie klarer erscheinen zu lassen.3 Das ist erlaubt und üblich, aber es ist eine Behandlung.
in der Werkstatt
Kein Ultraschall, keine Hitze, keine Lösungsmittel — alles drei treibt eine vorhandene Füllung aus den Rissen. Ein weiches, feuchtes Tuch genügt.
Stücke damit
Quellen
- John W. Anthony, Richard A. Bideaux, Kenneth W. Bladh, Monte C. Nichols: Handbook of Mineralogy. Mineralogical Society of America, Chantilly (Virginia)
- Martin Okrusch, Siegfried Matthes: Mineralogie. Eine Einführung in die spezielle Mineralogie, Petrologie und Lagerstättenkunde. Springer Spektrum, Berlin und Heidelberg, 9. Auflage, 2014
- Walter Schumann: Edelsteine und Schmucksteine. Alle Arten und Varietäten. BLV Buchverlag, München, 16. Auflage, 2014


