albkreis

Abalone

aus dem meer

Die Schale des Seeohrs, deren Perlmutt in Grün, Rosé und Violett schillert.

was es ist

Abalone ist die Schale einer Meeresschnecke der Gattung Haliotis, auf Deutsch Seeohr. Die Innenseite besteht aus Perlmutt, und dieses Perlmutt schillert stärker als fast jedes andere.

Die Farben kommen nicht von Pigment. Perlmutt besteht aus dünnen Aragonitplättchen, die in einer Eiweißschicht liegen, und diese Plättchen sind ungefähr so dick wie die Wellenlänge des sichtbaren Lichts. Licht, das eintritt, wird an den Schichten mehrfach zurückgeworfen und überlagert sich. Was man sieht, ist Interferenz — dieselbe Erscheinung wie bei einem Ölfilm auf Wasser.

wenn die Muschel sich repariert

Perlmutt ist auch die Antwort der Schnecke auf eine Verletzung. Bohrt sich ein Parasit durch die Schale, etwa ein Bohrwurm der Gattung Polydora oder ein Bohrschwamm, legt das Tier von innen neues Perlmutt über die Stelle, bis sie wieder dicht ist.

Auf der Innenseite bleibt davon oft ein runder Buckel zurück, manchmal mit einem farbigen Ring. Wer eine Abaloneschale genau ansieht, kann diese Reparaturstellen finden. Es ist derselbe Vorgang, aus dem auch eine Perle entsteht.

Artenschutz

Abalone steht heute nicht auf den CITES-Listen. Die südafrikanische Art Haliotis midae war von 2007 bis 2010 in Anhang III geführt, seither nicht mehr.

Zwei nordamerikanische Arten sind allerdings stark gefährdet und in den USA als endangered geschützt: Haliotis sorenseni und Haliotis cracherodii. Wer Abalone kauft, sollte deshalb nach der Herkunft fragen. Ein Großteil des Handels stammt heute aus Aquakultur, vor allem aus Neuseeland, Südafrika und Chile.

in der Werkstatt

Perlmutt ist mit einer Mohshärte von 3,5 bis 4 weich und empfindlich gegen Säure, weil Aragonit Kalziumkarbonat ist. Parfüm, Essig und Reinigungsmittel greifen die Oberfläche an und nehmen ihr den Glanz.

Beim Schleifen entsteht feiner Staub, der eingeatmet der Lunge schadet. Wer Muschelschale bearbeitet, tut das nass und mit Schutz.

darin enthalten

woher die Angaben stammen

  • CITES-Anhänge, Stand 2026
  • Faktencheck-Log albkreis, 21.09.2026

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